Unsere tierischen Persönlichkeiten

Weisse Tigerinnen «Elvira, Elsa und Emma»

Weisse Tigerinnen «Elvira, Elsa und Emma»

Die Neugierigen

Die drei Tigergeschwister kamen im Dezember 2018 im Sikypark an. Elvira, Elsa und Emma wurden in einem österreichischen Zoo geboren. Sie zählen zu den bengalischen Tigern, den sogenannten Königstigern. Weisse Tiger haben kein leichtes Spiel in der freien Natur, denn ihre Erscheinung bietet keinerlei Tarnung. Grund für die helle Farbe und die blauen Augen ist denn auch eine Veränderung des Erbguts, die anfangs des letzten Jahrhunderts durch gezielte Zucht erreicht wurde. Heute leben weltweit 300 weisse Tiger in menschlicher Obhut.

Wasserbüffel «Basilea und Sandy»

Wasserbüffel «Basilea und Sandy»

Die Gemütlichen

Fünf Jahre lang suchte ein ehemaliges Bauernpaar aus Ftan (GR) eine neue Bleibe für ihre letzten beiden Wasserbüffel, nachdem der Betrieb auf traditionelle Kuhhaltung umgestellt wurde. Das Paar brachte es nicht übers Herz, die anhänglichen Tiere in den Schlachthof zu schicken. Die Suche fand jedoch ein glückliches Ende: Die Büffel Basilea (12 Jahre) und Sandy (14 Jahre) zogen im Dezember 2019 in den Sikypark im Berner Jura ein.

Hängebauchschwein «George»

Hängebauchschwein «George»

Der Gourmet

Unsere Minipigs, Peggy und Georges erfreuen sich bei unseren Besuchern grosser Sympathie. Sie bewohnen seit 2017 unsere Haustierranch und lieben den Kontakt zum Menschen. Minischweine sind sehr beliebte Haustiere, sie sind aber nur als Ferkel klein. Um die 75 kg kann ein ausgewachsenes Minipig leicht erreichen; einzelne Schweine kommen mit über 100 kg sogar fast auf das Gewicht eines „normalen“ Hausschweins und werden deshalb abgegeben. Peggy und George leisten im Sikypark einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung von Kindern.

Serval «Miro»

Serval «Miro»

Der Geniesser

Eine afrikanische Wildkatze hielt im Juni 2019 die ganze Schweiz auf Trab. Miro konnte aus einer illegalen Haltung im Aargau entfliehen und sorgte für grosses Aufsehen. Bis nach Basel schaffte es der Exot, bevor ihn die Baselbieter Wildhut mithilfe von Jägerinnen und Jägern sowie der Polizei einfangen konnte.

Die Behörden kontaktierten den Sikypark, um das beschlagnahmte Tier artgerecht unterzubringen. Miro zog zum Karakal Marte in eine Männer-WG. Die beiden Wildkatzen verstanden sich von Anfang an ausgezeichnet und sind seither beste Kumpels.

Karakal «Marte»

Karakal «Marte»

Der Lautlose

Im März 2018 kam der Karakal Marte in den Sikypark. Der Wüstenluchs wurde von einer Privatperson illegal gehalten und vom Veterinäramt beschlagnahmt. Die Behörden suchten für Marte einen geeigneten Platz und kontaktierten unseren Tierrettungspark. Serval Miro zog zu später zu Marte in eine Männer-WG. Die Beiden verstanden sich von Anfang an ausgezeichnet und sind seither beste Kumpels.

Truthahngeier «Baccus»

Truthahngeier «Baccus»

Der Wachsame

Baccus kam mit einem kaputten Flügel zu uns in die Auffangstation. Obwohl er nicht mehr fliegen kann, hat Baccus keine Schmerzen und kann gut mit diesem Handicap leben, denn Truthahngeier halten sich von Natur aus oft am Boden auf. In seiner Anlage, die er mit den Maras teilt, darf er seinen Ruhestand seit 2020 in vollen Zügen geniessen.

Löwenpaar «Timba» und «Zumba»

Löwenpaar «Timba» und «Zumba»

Die Treuen

Timba und Zumba wohnen seit 2018 bei uns im Sikypark. Beide Löwen stammen von René Stricklers Raubtierpark in Subingen und trainierten dort für Raubtier-Shows. Nach dessen Auflösung kamen Timba und Zumba in den Schweizer Tierrettungspark und bewohnen gemeinsam die grosse Löwenanlage unserer Seniorenresidenz.

Gelbbrustara «Globi»

Gelbbrustara «Globi»

Der Entertainer

Unser Gelbbrustara Globi ist ein vorwitziger Vogel. Er wurde von Marc Zihlmann, unserem Betriebsleiter Zoo, von Hand aufgezogen und ist deshalb Menschen gegenüber sehr aufgeschlossen. Er bewohnt die begehbare Voliere mit seinen anderen gefiederten Freunden und setzt sich – je nach Laune – gerne auf die Schulter von Besuchern. Leider haben nicht alle unsere Papageien gute Erfahrungen mit Menschen gemacht. Im Jahr 2020 übernahmen wir 150 der exotischen Vögel aufgrund einer Beschlagnahmung durch das Veterinäramt. Die Tiere befanden sich physisch und psychisch in einem sehr schlechten Zustand und wurden von unseren Tierpflegern mit viel Liebe und Geduld gesundgepflegt. So wurde unsere Auffangstation für Papageien ins Leben gerufen – ein voller Erfolg

Haubenkapuziner «Gery»

Haubenkapuziner «Gery»

Der Herzensbrecher

Der kleine Gery schien zunächst fit, auf dem Rücken seiner Mutter. Nach ein paar Wochen war er jedoch eindeutig zu klein für sein Alter. Um seinen Zustand besser beurteilen zu können, trennten wir den jungen Haubenkapuziner vom Fell seiner Mutter, das den Grossteil des kleinen Körpers verdeckte. Gery war nicht nur zu klein, sondern auch stark abgemagert. Um ihn vor dem Verhungern zu bewahren, beschloss das Tierpfleger-Team, den kleinen Affen aus der Gruppe zu nehmen und von Hand aufzuziehen, so wie seinen Halbbruder Fredi im 2019. Damit seine spätere Integration in die bestehende Gruppe leichter wird, lebt Gery in einer Affen-WG mit seinem Halbbruder Fredi. Dadurch lernt er, wie Kapuzineräffchen kommunizieren und miteinander umgehen.

Waldohreule «Tidou»

Waldohreule «Tidou»

Die Weise

In unserer Auffangstation für einheimische Wildtiere «Station Mami», haben wir in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Wildhüter diese Waldohreule gepflegt, bis sie wieder ausgewildert werden konnte. Die Eule wurde von Spaziergängern gefunden, als sie noch jung war und keine Chance hatte, aus eigener Kraft zu überleben. Deshalb wurde das Tier, bevor es zu uns kam, aufwendig von Hand aufgezogen. Für die Auswilderung mussten wir sicherstellen, dass die Eule auch allein zurechtkommt und Beute fangen kann. Nach intensiver Beobachtung konnten wir die Waldohreule schliesslich guten Gewissens wieder in die Freiheit entlassen.

Vogelspinne «Curly»

Vogelspinne «Curly»

Die Friedliche

Egal ob Zwei, Vier oder Achtbeiner. Jedes Tier hat eine zweite Chance verdient. Die beschlagnahmte Kraushaar-Vogelspinne Curly bewohnt unser Tropical House seit dem Sommer 2021. Kraushaar-Vogelspinnen kommen ursprünglich aus Mittelamerika. Dort findet man sie in erdnahen Löchern, unter abgefallenen Rindenstücken oder im Wurzelgeflecht. Fühlt sich die Spinnenart bedroht schleudert sie Abdominalbrennhaare (vom Hinterleib) gegen Ihre Feinde, diese lösen starke Juckreize aus, die bis zu einem Tag anhalten können. Da sie gegenüber Menschen aber meist friedlich sind, gelten Kraushaar-Vogelspinnen als beliebte Tiere in der Terraristik. «Curly» befindet sich in einem Bereich der für Besucher nicht zugänglich ist.

Pantherschildkröte «Toblerone»

Pantherschildkröte «Toblerone»

Die Scharfsinnige

Im Sikypark leben acht Landschildkröten, die seit dem Sommer 2018, respektive 2019 aus Tierrettungen zu uns kamen. Schildkröten haben eine lange Lebenserwartung, was für manche Halter zu einem Problem werden kann. Wir legen deshalb grossen Wert darauf, unsere Besucher auch über die Eigenschaften, Haltung und Bedürfnisse der Tiere aufzuklären.

Gelbhaubenkakadu «Jacco»

Gelbhaubenkakadu «Jacco»

Der Charmeur

Unser Gelbhaubenkakadu Jacco ist seit Beginn ein Teil des Sikypark. Wie alt er genau ist, lässt sich allerdings schwer sagen. Wir wissen nur, dass er einst bei zwei Damen in Privathaltung lebte und sich aggressiv verhielt. Vermutlich basierte Jaccos Verhalten auf einer Fehlprägung durch die Handaufzucht. Da seine Besitzerinnen nicht weiterwussten, kam Jacco in unsere Obhut. Dank Spenden der SikyFriends konnten wir eine grössere und artgerechte Voliere mit einem Schutzhaus bauen.

Jaccos Geschichte bewegte uns dazu, eine Auffangstation für Papageien einzurichten. Hier kümmern wir uns um Papageien aus privater Haltung, die ein neues, artgerechtes Zuhause benötigen.

Waschbären «Mini und Roquette»

Waschbären «Mini und Roquette»

Die Kobolde

Unsere Waschbären Mini und Roquette sind etwas scheue Zeitgenossen, und schlafen tagsüber oft an ihren Lieblingsplätzen. Roquette, die am liebsten in einer Astgabel hoch oben in der Baumkrone ihr Nickerchen macht, sorgt damit immer wieder für überraschte Besucher-Reaktionen. Zur Fütterung sind aber beide immer pünktlich zur Stelle und geniessen ihre Leckerbissen.

Bengalkatze «Misty»

Bengalkatze «Misty»

Die Zurückhaltende

Die ehemalig beschlagnahmte Bengalkatze Misty ist im April 2021 in unserem Tierrettungspark gekommen. Zuvor lebte sie einige Jahre im Bioparc Genève. Nach Absprache und enger Zusammenarbeit mit dem Genfer Tierpark haben wir die 12-jährige Raubkatze in unserer Seniorenresidenz aufgenommen. Weil sie sehr scheu ist und die Besucher eher meidet, ist sie in eine Anlage hinter den Kulissen eingezogen, wo sie sich sehr wohl fühlt.

Weisse Wölfe «Nikita» und «Baloo» und Wolfshund «Iron»

Weisse Wölfe «Nikita» und «Baloo» und Wolfshund «Iron»

Die Mystischen

Iron, Nikita und Baloo kamen im September 2021 zu uns in den Sikypark, weil die ehemaligen Besitzer dringend ein wolfsgerechtes Zuhause für die Tiere suchten. Iron birgt ein Geheimnis, denn er ist ein Wolfshund und aus einem ganz speziellen Grund im Sikypark. Als Chef der Gruppe sorgt er für Ruhe und Sicherheit. Diese Konstellation ist für das Rudel – und für uns – extrem wichtig. Gemeinsam agieren Iron, Nikita und Baloo im Sikypark als wichtige Botschafter für ihre Spezies und wecken bei Gross und Klein die Begeisterung für unsere einheimischen Wildtiere und deren Arterhalt.

Schwarze Leoparden «Diego und Wally»

Schwarze Leoparden «Diego und Wally»

Die Geschmeidigen

Die Leopardenbrüder stammen aus einem deutschen Privatzoo. Der ehemalige Halter, der aus gesundheitlichen und privaten Gründen seinen Tierbestand verkleinern musste, suchte nach einem neuen Zuhause für die Leopardenbrüder. Lange vergeblich, denn die Option einer Vermittlung oder eines Verkaufs an Private, die Tiere als Statussymbol halten, kam nicht infrage. Er ist erleichtert, seine Tiere in den fachkundigen Händen des erfahrenen Sikypark-Teams zu wissen. Hier erhalten Diego und Wally die erforderliche Betreuung und Beschäftigung. Sie sind immer noch etwas scheu aber auch neugierig.

Tigerin «Sangha»

Tigerin «Sangha»

Die Smarte

Im Dezember 2021 kam die erst viereinhalb Monate alte Tigerin Sangha aus Frankreich in den Sikypark, weil ihr Besitzer verzweifelt ein gutes Zuhause für sie suchte. Der junge Tiertrainer, der ein Tigerpaar hält mit dem er in Shows auftrat, hatte nicht die Absicht Nachwuchs zu züchten. Eine Fehleinschätzung hatte jedoch zur Folge, dass die Tigerin zwei Junge zur Welt brachte. Eines starb gleich nach der Geburt, das zweite Tigerbaby Sangha war wohlauf, wurde jedoch von der Mutter nicht versorgt. Der Besitzer brachte es nicht übers Herz, das Tier einzuschläfern und entschied sich, es von Hand aufzuziehen. Bei seiner Suche nach dem geeigneten Zuhause, stiess er auf den Sikypark. Da die Zukunft des Tieres ungewiss war, entschieden wir uns zu helfen. Sangha hat eine eigene Website: www.sanghas.fans