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Raubtiere brauchen Eingewöhnungszeit

Die offizielle Eröffnungsfeier im Sikypark wird auf den 25. und 26. August verschoben. Die Verantwortlichen des Zoos in Crémines (BE) möchten den betagten Raubtieren mehr Zeit geben, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

«So ein Umzug ist immer eine Stresssituation – und die Tiere sind nicht mehr die Jüngsten.» Betriebsleiter Marc Zihlmann steht in der neuen Raubtieranlage und berichtet über die Tigerdame Tajna. Die Seniorin ist als erste Tigerin aus dem ehemaligen Raubtierpark in Subingen nach Crémines in den Sikypark gezogen. Ihre Artgenossen – die Tigerdrillinge Arisha, Noah und Amir – sowie die Löwen folgen in den nächsten Wochen. «Wir haben Tajna intensiv beobachtet und bemerkt, dass sie noch viel Ruhe braucht, um richtig anzukommen», sagt Zihlmann. Dank den Erfahrungen mit der Tigerin könne das Zooteam alles Weitere nun besser angehen – und möchte ihr und den anderen Nachzüglern mehr Zeit geben.

Seniorenhöck für die Tigerin

Tiger werden durchschnittlich 20 Jahre alt: Tajna hat das kritische Alter bereits erreicht. «Im Sikypark soll sie einen gemütlichen Ort haben, wo sie ihre letzte Zeit verbringen kann», so der Betriebsleiter. Ruhe und viel Zeit seien nun die beste Medizin. Bis sich die Raubtiere an die neue Umgebung gewöhnt haben, bleibt deshalb der Bereich für Besucherinnen und Besucher geschlossen. Die Anlage der Pumas aus Subingen sowie der Rest des Sikyparks sind bereits jetzt geöffnet und täglich findet die Flugpräsentation der Greifvögel statt.

Eröffnungsfeier verschoben

Die offizielle Eröffnung des Sikypark wird auf das Wochenende vom 25. und 26. August verschoben. «Eine Feier ohne Raubtiere ist keine richtige Eröffnungsfeier», ist Werner Ballmer, Verwaltungsratspräsident des SIKYPARKs, überzeugt.