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Der Schweizer Tierrettungspark braucht Hilfe

Wo Tiere ein Zuhause benötigen, ist der Schweizer Tierrettungspark zur Stelle. Bisher wurde das Engagement auch über Eintritte finanziert, mit dem Lockdown braucht der Sikypark nun dringend selbst finanzielle Unterstützung.

Über 500 Tiere konnten bereits gerettet werden, seit der Sikypark in Crémines (BE) vor zwei Jahren zum ersten Mal seine Türen für Besucherinnen und Besucher öffnete. «Der Park wurde unter anderem gebaut, um den betagten Raubkatzen aus Subingen ein Zuhause zu geben», sagt Betriebsleiter Marc Zihlmann. Neben den Seniorenkatzen kümmert sich der Schweizer Tierrettungspark auch um verletzte Wildtiere oder vom Veterinäramt konfiszierte Abgabetiere.

Über 200 Vögel gerettet

Das Rettungsteam ist hauptsächlich in der Schweiz unterwegs. Erst kürzlich packte es bei der Räumung einer desolaten Vogelstation mit an. Zusammen mit einem Tierarzt sammelte die Crew des Sikyparks die Vögel ein. Über 200 Tiere wurden auf dem Areal gefunden. 149 brachte das Rettungsteam in die Auffangstation im Sikypark. Der Zustand der Tiere war prekär, die Papageien waren krank, ungepflegt und unterernährt. «Eine Katastrophe. So etwas habe ich in meiner ganzen Karriere noch nie gesehen», zeigt sich Marc Zihlmann fassungslos. Im Eiltempo wurden die Tiere in der Intensivstation aufgepäppelt. Bald schon konnten sie in die neuen Volieren einziehen, die für sie im Park errichtet wurden.

Einnahmen fallen weg

Voraussichtlich am 8. Juni darf der Sikypark seine Tore unter Einhaltung des Schutzkonzepts wieder öffnen. Doch der finanzielle Schaden des dreimonatigen Lockdowns wiegt schwer, denn der Frühling wäre eigentlich Zoo-Hochsaison und die Einnahmen aus der Zookasse finanzieren den Grossteil der Rettungsaktionen. Der Betriebsleiter betont: «Wir pflegen unsere Tiere natürlich wie bisher und auch Rettungsaktionen können und wollen wir nicht einfach aussetzen.» Trotz einschneidenden Sparmassnahmen und Kurzarbeit fallen monatlich Kosten von rund 150'000 Franken an. Der gesamte Schaden durch die Ertragsausfälle beläuft sich auf 750'000 Franken.

Hilfe dringend nötig

Der Sikypark hofft nun auf Hilfe von begeisterten Gönnern und Zoobesuchern durch Spenden und Patenschaften, den Kauf von Jahresabos und Gutscheinen oder eine Mitgliedschaft im Förderverein sowie Sponsoring. «Jetzt brauchen wir dringend Unterstützung», sagt Zihlmann. Möchten Sie dem Schweizer Tierrettungspark helfen? Hier können Sie uns unterstützen.

Marc Zihlmann hat die Rettungsaktion der Papageien mit seinem Smartphone begleitet. Das Video dazu gibts auf Youtube.

Wo Tiere ein Zuhause benötigen, ist der Schweizer Tierrettungspark zur Stelle.

So wurden die über 200 Tiere in der Station gehalten, als das Rettungsteam des Sikyparks ankam.

Die vernachlässigten Papageien lebten eng aufeinander – im Sikypark wohnen sie nun in grossen Volieren.

Sobald sie gesundheitlich wieder fit sind, dürfen die Papageien ihre neuen Volieren beziehen.

Über 200 Tiere wurden gerettet. 149 Vögel kamen in den Schweizer Tierrettungspark.