Philosophie
Wie der Sikypark Tiere rettet
Der Sikypark hat eine klare Mission: Wir retten exotische und einheimische Tiere, die verletzt aufgefunden werden, unter schlechter Haltung leiden oder vom Veterinäramt konfisziert werden. In unserem Tierrettungspark in Crémines im Berner Jura geben wir diesen Tieren ein neues Zuhause.
Das Wohl unserer Schützlinge hat oberste Priorität, weshalb unsere Anlagen und unsere Betreuung die üblichen Zoostandards übertreffen. Wir behandeln Tiere als Individuen mit eigenen Charakteren und einer eigenen Geschichte. Jedes Tier lernen wir kennen und bauen ein Vertrauensverhältnis auf, sodass wir noch mehr auf dessen Bedürfnisse eingehen können. Warum ist das wichtig? Viele unserer Tiere lebten früher im Zirkus oder stammen aus privater Haltung. Sie sind mit einem engen Kontakt zu Menschen aufgewachsen und brauchen viel Aufmerksamkeit, Zuneigung und vor allem abwechslungsreiche Aufgaben. Eine starke und freundschaftliche Bindung zwischen unseren Tierpflegern und den Tieren hat viele Vorteile.
Menschlicher Kontakt, Beschäftigung und Bewegung tragen zur guten physischen und psychischen Gesundheit der Tiere bei. Wo das Vertrauen da ist, lassen sich medizinische Untersuchungen und Eingriffe mit weniger Stress für das Tier durchführen. Und dank der erlebbaren Nähe zu den Tieren können wir Kindern neben der Schul- auch die Herzensbildung mit auf den Weg geben.
Beispiele Rettungsaktionen
149 Papageien gerettet: Mitten im Lockdown rettet das Sikyparkteam im April 2020 rund 200 Vögel aus einer prekären Haltung in der Schweiz. Innert 10 Tagen werden drei Volieren gebaut.
Projekt Slowenien: Unsere Kollegen in Slowenien brauchen Hilfe bei der Pflege von ehemaligen. Zirkustigern. Ein kleine Taskforce von freiwilligen Helfern macht sich Anfang 2020 auf die Reise.
Rani, die Zirkustigerin: Im Sikypark sollte Rani ihren Lebensabend in aller Ruhe verbringen. Doch die ehemalige Zirkustigern ist extrem schreckhaft. Da hilft nur die Katzentherapie.
Basilea und Sandy, die Wasserbüffeldamen: Einen Platz hatten die beiden gemütlichen Wasserbüffeldamen aus Graubünden nicht mehr – bis der Sikypark im Winter 2019 einspringt.
Miro ist ausgebüxt: Er hält die Schweiz auf Trab. Im Sommer 2019 büxt ein Serval aus illegaler Haltung im Aargau aus – und findet endlich im Sikypark ein neues Zuhause.
Fredi, das Kapuzineräffchen: Im März 2019 kommen Affenzwillinge auf die Welt! Doch eines der Babys ist zu schwach und wird von Hand aufgezogen – Tag und Nacht.
Die drei weissen Tiger: Emma, Elvira und Elsa wurden 2018 in Österreich geboren und sollten zusammenbleiben – doch wer nimmt drei Tiger auf einmal auf, die sich nicht zur Arterhaltung eignen?
Geschichte
Aus dem Not- wurde ein Glücksfall
Mit dem Sikypark fanden die Raubtiere von René Strickler und die Tiere der Siky Ranch, ein neues Zuhause. Mit enormem Engagement, vielen Arbeitsstunden und breiter Unterstützung gelang es innerhalb von 13 Monaten, aus der renovationsbedürftigen Siky Ranch einen Modernen und abwechslungsreichen Zoo zu gestalten und so ein attraktives Freizeitangebot für Familien, für Kinder und für Schulen in der Region weiterzuführen. 8,5 Mio. Franken investierte die Sikypark AG in den Aus- und Umbau. Aktienkapital, Aktionärsdarlehen sowie Beiträge von Gönnern und dem Verein Sikyfriends machten es möglich.
Ende August 2018
Der Sikypark wird offiziell eröffnet.
März bis August 2018
Der Bau für die Tiger- und Löwenanlagen kann endlich beginnen. Dank innovativem Elementbausystem sind die Aussenanlagen und die Nachtgebäude innerhalb kürzester Zeit errichtet. Die Pumas können bereits im April einziehen, Tiger und Löwen folgen gestaffelt.
Oktober 2017
Ein erster Teil des Sikyparks ist bereits für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Parallel zum Zoobetrieb finden weiterhin Bauarbeiten statt.
Frühjahr 2017
Mit der Siky Ranch in Crémines wird der ideale Standort für den neuen und modernen Tierpark gefunden. Im Juni starten die ersten Umbauarbeiten.
2016
Das Projekt «Rettung der Raubtiere von Subingen» wird ins Leben gerufen und sucht eine neue Lösung für die Tiger, Löwen und Pumas von René Strickler.
Allgemeine Informationen
Factsheet
| Gesamtanlage Sikypark | 50‘000 m2 |
| Reviere / Tierbereiche | Raubtiere, Falknerei, einheimische Wildtiere, Haustierranch, Papageienstation, exotische Kleintiere, Reptilien |
| Auffangstationen | Station Mami (für Wildtiere), Seniorenresidenz für Raubkatzen, Auffangstation für Raubkatzen, Auffangstation für Papageien |
| Restaurant und Snack Bistro | ca. 150 Sitzplätze |
| Weitere Verpflegung | Grillstellen, Picknick |
| Attraktionen für Kinder | Lunapark, Spielplatz, Ponyreiten, Siky Express |
| ÖV | Bahnstation Crémines-Zoo unmittelbar beim Eingang |
| Zweisprachigkeit | direkt an der Sprachgrenze |
| Mitarbeitende | 15 |
| Trägerschaft | SIKYPARK AG mit 25 Aktionären |
| Meilensteine | Juni 2016: Gründung der Projektgruppe „Rettung der Tiere im Raubtierpark Subingen“, Ausweitung des Rettungsplans: Konzept für neuen Zoo 2003: Gründung des Raubtierparks Subingen Juni 2017: Übernahme Siky Ranch Oktober 2017: Teileröffnung Sikypark Juli 2017 – Juli 2018: Renovierungs- und Bauphase |
| Bauarbeiten 2018 | 4 neue Anlagen (Fertigbau) für Grosskatzen 8 bestehende Anlagen renoviert bzw. umgebaut: Erdmännchenanlage, Papageienvoliere, Affenanlage, Haustierranch, Luchsanlage, Waschbär, Falknerei, begehbare Anlage der Wildtiere inkl. Forscherpfad Restaurant renoviert und Snack Bistro neugestaltet |
Kurzinfo
Sikypark – der Schweizer Tierrettungspark
Der Sikypark in Crémines (BE) ist seit August 2018 das Zuhause von Raubkatzen, Nutz- und Wildtieren, exotischen Kleintieren sowie zahlreichen Vogelarten. Als Tierrettungspark mit einer Seniorenresidenz für Raubkatzen und Auffangstationen für Wildtiere und Vögel nimmt der Sikypark diverse Tiere auf. Zudem ist er mit einer eigenen Zughaltestelle «Crémines Zoo», einem Spielplatz sowie einem Restaurant auch ein ideales Ausflugsziel für Familien, Schulen und Gruppen.
Tierische Besonderheiten
- Im Sikypark finden rund 850 Tiere (aktuell 120 Arten) ein Zuhause.
- Der Sikypark ist der einzige Schweizer Zoo mit weissen Tigern. Letztere wurden von einem österreichischen Zoo übernommen.
- Die begehbare Papageienvoliere für Grosspapageien ist die grösste ihrer Art in der Schweiz.
- Ein Forscherpfad führt informativ durch den Wildtierpark.
- In der Haustierranch knüpfen die kleinsten Besuchenden erste Freundschaften mit Tieren.
- Das Zooteam berichtet täglich bei Spiel- und Beschäftigungsstunden von den Fähigkeiten der verschiedenen tierischen Bewohner.
Kontakt
HINWEIS AN DIE REDAKTION
Kontakt für Rückfragen von Medienschaffenden:
Marc Zihlmann, Betriebsleiter:
m.zihlmann(at)sikypark.ch
Bilder- und Video-Download: www.sikypark.ch/presse